Das AMD RFID-Funknetz Projekt
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Das AMD ("Attendee Meta-Data") Project auf der letzten HOPE Konferenz, das wie die Sputnik-Projekte auf den letzten Kongressen des Chaos Computer Clubs ein ähnliches Tracking- und Vernetzungssystem mit RFID Funkchips ausprobierte und im Beitrag Im Tracking-Netz der Bluetooth-Sensoren kurz vorgestellt wurde, um die Ähnlichkeiten mit anderen Tracking-Netzen darzustellen, hat ein paar Videos zum Projekt bei YouTube und blip.tv, sowie einige Daten der AMD Datenbank im CSV-Format zum Download bereitgestellt.
Ein ähnliches aber langfristiges Projekt unter Laborbedingungen wird unter der Bezeichnung "RFID Ecosystem" an der Universität von Washington durchgeführt. Dort stehen neben dem technisch Machbaren Fragen, wie man innerhalb einer mit Funkchips, Sensoren und Funknetzinfrastrukturen vernetzen Gesellschaft Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten kann, im Vordergrund.
Die Videos und Daten demonstrieren sehr schön, was man neben dem Fun und den sozialen Netzwerkfunktionen mit flächendeckenden Funksensor-Netzwerken anstellen könnte, die darauf ausgerichtet sind, die Identität und den Aufenthalt einer Person festzustellen, den Weg von Personen zu verfolgen und ihre Beziehungen und Interaktionen mit anderen Personen und Gruppen aufzudecken. Zwecke, die man sonst nur in Hochsicherheitsbereichen und Gefängnissen verfolgt.
Der Grundriss des gesamten Konferenzbereichs, der für das AMD Project genutzt wurde.
Eine kleine Bilderstrecke von Screenhots der AMD Veröffentlichungen:

Ausschnitt aus den CVS-Dateien der AMD Datenbanken. Oben sieht man vergebene ID-Nummern für die "Interessensgebiete" der Teilnehmer und daneben, wo sich welche Teilnehmer ID-Nummern zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhielten. Darunter die gleichen Teilnehmer ID-Nummern mit verknüpften persönlichen Daten, E-Mail Adressen usw. Im RFID Funkchip braucht nur eine eindeutige Teilnehmer ID-Nummer gespeichert sein, die als Schlüssel alle anderen Daten aus anderen Datenbanken verknüpft und für Anwendnungszwecke zusammenführt – wie zum Beispiel die eindeutige Steuer-Identifikationsnummer oder die eindeutige Nummer des elektronischen Personalausweises, der wie die RFID-Anhänger der AMD Teilnehmer mit einem RFID Funkchip ausgestattet ist.

Der gesamte Bereich der Konferenz wurde mit 40 RFID Lesegeräten abgedeckt und in Zonen aufgeteilt. In der Anwendung für das AMD Project konnte man in Echtzeit verfolgen, wie viele Personen sich in den Zonen aufhielten und wo sich einzelne Personen, symbolisiert durch einen grauen Punkt, aufhalten und hinbewegen.


In anderen Visualisierung wurden die Teilnehmer direkt mit ihren ID-Nummern repräsentiert, die der "Überwacher" anklicken konnte, um in einem Fenster die persönlichen Daten zur Person einzusehen oder durch einen grafischen Avatar – vielleicht wäre auch ein vergrößerbares Gesichtsbild wie im ePass und im ePA denkbar?
In einer weiteren Anwendung wurden die Bereiche der Konferenz, in denen sich viele Personen zusammenfanden, andersfarbig hervorgehoben. So könnte man auch Zusammenrottungen in Städten schnell loaklisieren.
Die 3D-Visualisierung auf Plasmabildschirmen im Konferenzbereich (oder in Kontrollzentren) mit grafischen Avataren und ID-Nummern, in die man hineinzoomen und die Szenerie aus verschiedenen Perspektiven beobachten konnte. Man kann also sehr schön sehen, wer mit wem in Beziehung steht oder in Kontakt tritt, wo Zusammenballungen entstehen und die hauptsächlichen "Wanderungsbewegungen" verlaufen.
Wohlgemerkt sind das "Hobbyanwendungen" interessierter Hacker. Staaten und Städte, die dazu bereit sind, genügend humane und finanzielle Ressourcen aufzubringen und über eine ausreichend entwickelte Infrastruktur aus vernetzten Datenbanken und elektronischen ID-Dokumenten verfügen, könnten umso besser ähnliche Tracking- und Überwachungsnetzwerke errichten.
Via: Slashdot - Last HOPE Tracking Meta-Data Released.
Ein ähnliches aber langfristiges Projekt unter Laborbedingungen wird unter der Bezeichnung "RFID Ecosystem" an der Universität von Washington durchgeführt. Dort stehen neben dem technisch Machbaren Fragen, wie man innerhalb einer mit Funkchips, Sensoren und Funknetzinfrastrukturen vernetzen Gesellschaft Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten kann, im Vordergrund.
Die Videos und Daten demonstrieren sehr schön, was man neben dem Fun und den sozialen Netzwerkfunktionen mit flächendeckenden Funksensor-Netzwerken anstellen könnte, die darauf ausgerichtet sind, die Identität und den Aufenthalt einer Person festzustellen, den Weg von Personen zu verfolgen und ihre Beziehungen und Interaktionen mit anderen Personen und Gruppen aufzudecken. Zwecke, die man sonst nur in Hochsicherheitsbereichen und Gefängnissen verfolgt.

Eine kleine Bilderstrecke von Screenhots der AMD Veröffentlichungen:






Wohlgemerkt sind das "Hobbyanwendungen" interessierter Hacker. Staaten und Städte, die dazu bereit sind, genügend humane und finanzielle Ressourcen aufzubringen und über eine ausreichend entwickelte Infrastruktur aus vernetzten Datenbanken und elektronischen ID-Dokumenten verfügen, könnten umso besser ähnliche Tracking- und Überwachungsnetzwerke errichten.
Via: Slashdot - Last HOPE Tracking Meta-Data Released.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Sonntag, 10. August 2008 um 23:10

