Abgesicherte Habitate der Zukunft für die Zukunft
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Seit Gibsons Sprawl-Trilogie tauchten in der Cyberpunk Science-Fiction Literatur und in Science-Fiction Filmen wie zum Beispiel Code 46 die hermetisch abgeriegelten Stadt-Habitate auf, in denen sich entweder ganze Konzerne mit komplettem Firmenstab und Angestelltenheer oder die wohlhabende Klasse zurückzieht, während der Rest seine Existenz in urbanen Slums fristet. In Ansätzen finden sich außerhalb von Literatur und Film diese Vorstellungen in den Gated Communities, im Bunker-Wahn eines Tom Cruise bis hin zu Fürstentümern und Luxus-Palmeninseln wieder, die Firmen und steuerunwilligen Millionären Schutz und Heimat bieten.
Der anscheinend unter Reichen und Mächtigen existierende Drang, sich vor kommenden Katastrophen auf "Inseln der Glückseeligen" in Sicherheit zu bringen, kam zuletzt wohl am bildhaftesten in den Plänen zum Bau und Betrieb schwimmender Stadtstaaten zum Ausdruck, während sich die "Monarchie" Sealand, der selbstverwaltete Daten-Zufluchtsort auf hoher See voerst in Rauch auflöste.
Ihre Entsprechung für Landratten will nun eine in Dubai beheimatete Firma für Umweltdesign mit dem passenden Namen "Timelinks" verwirklichen. Auf einer Fläche von 2,3 Quadratkilometern will die Firma Stadt-Habitate in Form der Pyramiden und Zikkurate erbauen, von denen der Plan auch seinen Namen hat – "The Ziggurat Project". Mögen die alten Ägypter auch Vorbild sein, zeigen ähnliche Pläne in Japan zum Bau pyramidaler Städte, dass sich die Pyramide schon deshalb anbietet, weil man durch Bauform und Höhe auf der gleichen Fläche mehr Menschen unterbringen kann, als wenn man in die Breite baut, falls man Probleme mit der Statik bewältigt. Schließlich waren die antiken Pyramiden auch Totenstädte oder Kultplätze und keine Habitate. So soll auch in der Pyramide von Timelinks eine "Community" von ca. 1 Million Personen unterkommen.

Pyramidale Stadt des Zikkurat Projekts.
Abbildungen (auch in höherer Auflösung): Im World Architecture News Artikel Revealing the pyramids of the future.
Im Vordergrund des Timelinks Projekts stehen ökologische Konzepte, wie aus "Umweltverträgliche Stadt der Zukunft" hervorgeht, wie die Projektmacher ihre Stadt auch bezeichen. Man könnte aber auch von Überlegungen zur Frage sprechen, wie man weitestgehend autonom und autark von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen "Umwelten" leben und überleben kann, wie auch immer diese Umwelten aussehen werden. So will sich die Stadt der Zukunft über Gas-und-Dampf Kraftwerken und Windturbinenanlagen mit Energie aus umweltverträglicheren Techniken selbstversorgen. Im Innern soll ein vertikales und horizontales Transportsystem mit Aufzügen, Laufbändern usw. den Individualverkehr mit PKWs ersetzen und landschaftliche Flächen werden in Erholungsgebiete oder landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt, um die Bewohner der Stadt mit Nahrungsmitteln zu versorgen.
Ob die Gartenhilfsarbeiter und Fellachen der Zukunft ebenfalls Apartments in der Stadt der Zukunft erhalten, steht noch nicht fest. Damit nicht jeder, der will, in die Stadt hineinkommt und diejenigen, die drin sind, sich sicher fühlen können und sich nur dort aufhalten, wo der Zugang gestattet ist, wird in die Pyramide gleich ein Sicherheitssystem verbaut, das mit biometrischen Techniken wie Gesichtserkennung und wohl auch Iris-Scans (in den Staaten des Nahen Ostens sehr beliebt) Zugang und Aufenthalt kontrolliert.
Die Erbauer der zukünftigen Habitate sollten nur darauf achten, ihre schwimmenden Städte und Zikkurate hoch genug und nicht zu nah an Küsten zu bauen, falls sie den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels dauerhaft überstehen sollen. Sollten die Bewohner deshalb oder aus anderen Gründen der Tod ereilen, steht vielleicht für die Stadt der Zukunft in Zukunft eine angemessene Nekropole bereit, wenn das Projekt Die Große Pyramide - Ein Monument für uns alle Erfolg hat. Das will einen "Friedhof" in Pyramidenform erbauen.
Die Große Pyramide
Abbildung: Projekt "Die Große Pyramide".
Via: National Post - Timelinks wants to take you down to the pyramid city, where the grass is green, and so is everything else.
Der anscheinend unter Reichen und Mächtigen existierende Drang, sich vor kommenden Katastrophen auf "Inseln der Glückseeligen" in Sicherheit zu bringen, kam zuletzt wohl am bildhaftesten in den Plänen zum Bau und Betrieb schwimmender Stadtstaaten zum Ausdruck, während sich die "Monarchie" Sealand, der selbstverwaltete Daten-Zufluchtsort auf hoher See voerst in Rauch auflöste.
Ihre Entsprechung für Landratten will nun eine in Dubai beheimatete Firma für Umweltdesign mit dem passenden Namen "Timelinks" verwirklichen. Auf einer Fläche von 2,3 Quadratkilometern will die Firma Stadt-Habitate in Form der Pyramiden und Zikkurate erbauen, von denen der Plan auch seinen Namen hat – "The Ziggurat Project". Mögen die alten Ägypter auch Vorbild sein, zeigen ähnliche Pläne in Japan zum Bau pyramidaler Städte, dass sich die Pyramide schon deshalb anbietet, weil man durch Bauform und Höhe auf der gleichen Fläche mehr Menschen unterbringen kann, als wenn man in die Breite baut, falls man Probleme mit der Statik bewältigt. Schließlich waren die antiken Pyramiden auch Totenstädte oder Kultplätze und keine Habitate. So soll auch in der Pyramide von Timelinks eine "Community" von ca. 1 Million Personen unterkommen.

Pyramidale Stadt des Zikkurat Projekts.
Abbildungen (auch in höherer Auflösung): Im World Architecture News Artikel Revealing the pyramids of the future.
Ob die Gartenhilfsarbeiter und Fellachen der Zukunft ebenfalls Apartments in der Stadt der Zukunft erhalten, steht noch nicht fest. Damit nicht jeder, der will, in die Stadt hineinkommt und diejenigen, die drin sind, sich sicher fühlen können und sich nur dort aufhalten, wo der Zugang gestattet ist, wird in die Pyramide gleich ein Sicherheitssystem verbaut, das mit biometrischen Techniken wie Gesichtserkennung und wohl auch Iris-Scans (in den Staaten des Nahen Ostens sehr beliebt) Zugang und Aufenthalt kontrolliert.
Die Erbauer der zukünftigen Habitate sollten nur darauf achten, ihre schwimmenden Städte und Zikkurate hoch genug und nicht zu nah an Küsten zu bauen, falls sie den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels dauerhaft überstehen sollen. Sollten die Bewohner deshalb oder aus anderen Gründen der Tod ereilen, steht vielleicht für die Stadt der Zukunft in Zukunft eine angemessene Nekropole bereit, wenn das Projekt Die Große Pyramide - Ein Monument für uns alle Erfolg hat. Das will einen "Friedhof" in Pyramidenform erbauen.

Die Große Pyramide
Abbildung: Projekt "Die Große Pyramide".
Via: National Post - Timelinks wants to take you down to the pyramid city, where the grass is green, and so is everything else.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 28. August 2008 um 8:16

