FAST - Die Minority Report Überwachungsschleuse
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Wie das NewScientist Weblog Short Sharp Science im Beitrag Pre-crime' detector shows promise berichtet, baut das DARPA Pendant Homeland Security Advanced Research Project Agency (HSARPA) des US-Heimatschutzministeriums ebenfalls an einer Voight-Kampff-Maschine zur Erkennung Verdächtiger und kann erste Testergebnisse vorweisen.
Im Rahmen der Human Factor Forschung des Heimatschutzministeriums läuft das Future Attribute Screening Technologies (FAST) Forschungsprogramm, dessen Ziel es ist, eine neuartige Sicherheitsschleuse zu entwerfen, in der Personen während des Hindurchgehens mit einer Reihe von Sensoren und Videokameras beschnüffelt werden, um Körpermerkmale, Gefühlsregungen und Veränderungen in ihrem Verhalten aufzuspüren, die als Signale auf Absichten hindeuten, das sie etwas Böses wie einen Terroranschalg im Schilde führen ("malintent", the intent or desire to cause harm). FAST wäre damit etwas wie ein erweiterter Lügendetektor für die Massenanwendung, ohne das die überprüften Personen wie zum Beispiel bei den richtigen Lügendetektortests oder Methoden zur Messung von Gehirnwellenmustern direkt mit der Auswertungsmaschinerie verbunden werden müssen.
Dazu wird mit Sensoren die Herzschlagfreqenz, die Veränderungen der Hauttemperatur und die Atemfreqenz gemessen. Wie es in dem FOX News Artikel Homeland Security Detects Terrorist Threats by Reading Your Mind heißt, sollen demnächst Scanner hinzukommen, die die Bewegungen der Augenpupille und -iris messen und bis 2010 auch olfaktorische Sensoren zur Analyse von Pheromonen, die der Delinquent verstärkt über seinen Schweiß ausschüttet, wenn ihn zum Beispiel die Angst vor Entdeckung plagt. Wertet die Sensorphalanx die aufgefangenen und analysierten Signale als Indiz für potentielles Missverhalten und kriminelles Handeln, wird die betreffende Person vom System markiert und anschließend näher verhört, wobei während des Verhörs ebenfalls "Lügendetektor" Messmethoden wie die Analyse minimaler Muskelbewegungen im Gesicht zugeschaltet werden. Für den ersten Feldversuch und die bis 2011 andauernden Forschungen wurde die FAST Messanordnung in einem großen Anhänger-Container untergebracht, der später auch als mobile Sicherheitsschleuse überall dort zum Einsatz kommen soll, wo größere Gruppen von Personen durchleuchtet werden sollen – an Flug- und Bahnhöfen, bei Veranstaltungen, Sportereignissen, im Rahmen von Massenverhören, Kontrollen an militärischen Sperrpunkten oder Demonstrationen. Wenn man sich nicht eh bereits vor den Iris-Scannern der automatischen Grenzkontrollen aufstellen muss, von Videoüberwachungskameras beobachtet, mit Terrahertz-Körperscannern virtuelle entkleidet oder während einer Demonstration in einen Käfig gesteckt wird, wartet auch noch der Gang durch die Überwachungssschleuse. Bei Verhängung des Kriegszustands böte sich eigentlich nach dem Ausgang der Exitus durch ein Erschießungskommando an, wenn man von der Maschinerie als wahrscheinlicher Terrorist markiert wurde.
Schema einer mobilen FAST Schleuse.
Für den Feldversuch unter den kontrollierten Bedingungen eines Labors, das der Conatiner bis jetzt auch darstellt, wurden letzte Woche in Maryland 140 Freiwillige durch das Labor geschleust ohne zu wissen, dass es sich um die FAST Sicherheitsschleuse handelte. Für die Kontrollgruppe zur Messung der Funktionsfähigkeit der Sensorphalanx mischte das Ministerium eine Gruppe von 23 Personen unter die Freiwilligen, denen man zur Aufgabe gab, mit einem waffenähnlichen Gerät die Sicherheitssschleuse zu passieren und sich verdächtig zu verhalten. Laut eines Sprechers des US-Heimatschutzministeriums ergab der Versuch eine 78-prozentige Erkennungrate der böswilligen Absichten und eine 80-prozentige Erkennungsrate von Täuschungsversuchen. Wie in den beiden anderen Beiträgen bereits angemerkt, bleibt abzuwarten, ob Präzision und Geschwindigkeit der Sensoren gut genug für einen praktischen Einsatz werden und ob solche Systeme nicht von Personen zu täuschen sind, die wissen, was sie erwarten kann und sich mit Verhaltenstrainings und Meditationstechniken darauf einstellen.
Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Video des US-Heimatschutzministeriums zur FAST Schleuse, das im FOX News Artikel verlinkt ist:
Siehe auch: USA Today - Anxiety-detecting machines could spot terrorists
Telegraph - New airport screening 'could read minds'
Im Rahmen der Human Factor Forschung des Heimatschutzministeriums läuft das Future Attribute Screening Technologies (FAST) Forschungsprogramm, dessen Ziel es ist, eine neuartige Sicherheitsschleuse zu entwerfen, in der Personen während des Hindurchgehens mit einer Reihe von Sensoren und Videokameras beschnüffelt werden, um Körpermerkmale, Gefühlsregungen und Veränderungen in ihrem Verhalten aufzuspüren, die als Signale auf Absichten hindeuten, das sie etwas Böses wie einen Terroranschalg im Schilde führen ("malintent", the intent or desire to cause harm). FAST wäre damit etwas wie ein erweiterter Lügendetektor für die Massenanwendung, ohne das die überprüften Personen wie zum Beispiel bei den richtigen Lügendetektortests oder Methoden zur Messung von Gehirnwellenmustern direkt mit der Auswertungsmaschinerie verbunden werden müssen.
Dazu wird mit Sensoren die Herzschlagfreqenz, die Veränderungen der Hauttemperatur und die Atemfreqenz gemessen. Wie es in dem FOX News Artikel Homeland Security Detects Terrorist Threats by Reading Your Mind heißt, sollen demnächst Scanner hinzukommen, die die Bewegungen der Augenpupille und -iris messen und bis 2010 auch olfaktorische Sensoren zur Analyse von Pheromonen, die der Delinquent verstärkt über seinen Schweiß ausschüttet, wenn ihn zum Beispiel die Angst vor Entdeckung plagt. Wertet die Sensorphalanx die aufgefangenen und analysierten Signale als Indiz für potentielles Missverhalten und kriminelles Handeln, wird die betreffende Person vom System markiert und anschließend näher verhört, wobei während des Verhörs ebenfalls "Lügendetektor" Messmethoden wie die Analyse minimaler Muskelbewegungen im Gesicht zugeschaltet werden. Für den ersten Feldversuch und die bis 2011 andauernden Forschungen wurde die FAST Messanordnung in einem großen Anhänger-Container untergebracht, der später auch als mobile Sicherheitsschleuse überall dort zum Einsatz kommen soll, wo größere Gruppen von Personen durchleuchtet werden sollen – an Flug- und Bahnhöfen, bei Veranstaltungen, Sportereignissen, im Rahmen von Massenverhören, Kontrollen an militärischen Sperrpunkten oder Demonstrationen. Wenn man sich nicht eh bereits vor den Iris-Scannern der automatischen Grenzkontrollen aufstellen muss, von Videoüberwachungskameras beobachtet, mit Terrahertz-Körperscannern virtuelle entkleidet oder während einer Demonstration in einen Käfig gesteckt wird, wartet auch noch der Gang durch die Überwachungssschleuse. Bei Verhängung des Kriegszustands böte sich eigentlich nach dem Ausgang der Exitus durch ein Erschießungskommando an, wenn man von der Maschinerie als wahrscheinlicher Terrorist markiert wurde.

Schema einer mobilen FAST Schleuse.
Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Video des US-Heimatschutzministeriums zur FAST Schleuse, das im FOX News Artikel verlinkt ist:
Siehe auch: USA Today - Anxiety-detecting machines could spot terrorists
Telegraph - New airport screening 'could read minds'
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Mittwoch, 24. September 2008 um 11:21



