Das magentafarbene T bekämpft weiterhin massiv die Anonymität und die Bevölkerung dieses Landes
Über den Fall T-Mobile ./. simonym.com hatte ich bereits berichtet. Gegen ein kleines Unternehmen, welches anonyme SIM-Karten zum mobilen Telefonieren angeboten hat, wurde mit aller Macht rechtlich vorgegangen. In der Abmahnung, die T-Mobile an simonym.com geschickt war davon die Rede, dass durch die Veräußerung “anonymer SIM-Karten” missbräuchliches Verhalten, von belästigenden Telefonanrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen, gefördert wird, wenn die Nutzer der SIM-Karten “anonym” bleiben. Nun muss der Höhlenbewohner in Afghanistan schon dafür herhalten, wenn ein ehemaliger Monopolist seine Felle davonschwimmen sieht. Dass anonyme SIM-Karten für viele Menschen in diesem Land lebensnotwendig sein können, beweisen gerade die Vorfälle bei T-Mobile und den angeschlossenen magentafarbenen Funkhäusern. Finanzielle Interessen, und nicht der Terrorismus, so zumindest meine Meinung, haben weit vor dem Schutz des Bürgers, dem berechtigten Interesse der Menschen in diesem Land, anonym zu bleiben, zurückzustehen. Aus dieser Sicht heraus manifestiert sich, dass die Vorfälle rund um den Datenschutz eben keine Einzelfälle, sondern Unternehmensphilosophie bei der Telekom sind. Was in den letzten Wochen bekannt geworden ist, ist wohl nur die Spitze des Eisberges. Es gibt ein nun kleines Update bzgl. simonym.com.

