Was die NSA Abhörprogramme wirklich belauschen
Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.
Wer sich mit den von Bush & Cheney illegal in die Welt gesetzten und später von den "Volksvertretern" im US-Senat und -Kongress legitimierten NSA Abhörprogrammen beschäftigt hat, von denen das "Terrorist Surveillance Program" und das Abziehen von Verkehrsdaten bei den großen Providern öffentlich bekannt wurde, wird sich über die Stories zweier Linguisten für Arabisch, die für die NSA Abhörprogramme von 2001 - 2007 von der U. S. Army und der NSA eingesetzt wurden, in keinster Weise wundern.
Was die NSA alles abhört(e) und wie es in den Abhörzentralen zugeht, erzählten die beiden Whistleblower Adrienne Kinne und David Murfee Faulk, die eigentlich auf die arabisch geführte Kommunikation von "Al-Qaida Terroristen" angesetzt waren, dem Sender ABC im Artikel Inside Account of U.S. Eavesdropping on Americans:
Neben dem auftauchenden Skrupel stellte Kinne in dem Interview trotz einzelner Erfolgs-Beifänge, die zum Beispiel zur Aufspürung improvisierter Bomben im Irak führten, die Sinnhaftigkeit und Effektivität von Staubsauger-Überwachung und breiter Rasterung wie zuletzt der Bericht des Nationalen Forschungsrates über Data Mining und Techniken zur Verhaltensüberwachung in Frage: "Durch das so weite Aufspannen des Netzes und das fortgesetzte Überwachen von Amerikanern und Hilfsorganisationen, ist es fast so, dass sie den Heuhaufen größer machen und es schwieriger ist, das Informationsteilchen zu finden, das eigentlich für jemanden nützlich sein könnte. Man beschädigt wirklich unsere Möglichkeiten, unsere Nationale Sicherheit zu schützen."
Was mag wohl alles in den Abhörzentralen der deutschen Geheimdienste, Polizeiämter und Fernmeldeeinheiten der Bundeswehr abgehen oder auch in den Schaltzentralen der großen Telekom-unikationsanbieter. Ob in den USA oder in Deutschland hört man dazu von Vertretern der Behörden, Konzerne und Sicherheitspolitik immer die gleichen heruntergeleierten Versprechen und Lügen, dass alles nach Recht und Gesetz vor sich geht, kontrolliert und rechtsstaatlich – bis zum nächsten Datenverlust, Datenschutzskandal oder Enthüllungsbericht.
Via:
Glenn Greenwald - Major shock: Eavesdropping powers abused without oversight (den "Schock" kaufe ich ihm aber nicht ab, der dürfte auch nichts anderes erwartet haben)
Was die NSA alles abhört(e) und wie es in den Abhörzentralen zugeht, erzählten die beiden Whistleblower Adrienne Kinne und David Murfee Faulk, die eigentlich auf die arabisch geführte Kommunikation von "Al-Qaida Terroristen" angesetzt waren, dem Sender ABC im Artikel Inside Account of U.S. Eavesdropping on Americans:
Adrienne Kinne:
"Das waren wirklich nur alltägliche, durchschnittliche, normale Amerikaner, die sich zufällig im Mittleren Osten aufhielten, in unserem Abhörbereich und diese Telefongespräche mit ihren Satellitentelefonen führten."
Der Inhalt der abgehörten Gespräche drehte sich um "persönliche, private Dinge mit Amerikanern, die in keinster Art und Weise oder Ausprägung mit irgendetwas in Verbindung standen, das mit Terrorismus zu tun hatte."
Sie sagte, US-Militäroffiziere, amerikanische Journalisten und amerikanische Hilfskräfte wurden routinemäßig abgehört und "ausgenommen", während sie mit ihren Büros oder ihrem Zuhause in den USA sprachen. Zu den Hilfskräften gehörten u. a. Mitglieder des Internationalen Roten Kreuz und Ärzte ohne Grenzen: "Wir wussten, sie arbeiten für diese Hilfsorganisationen. Sie wurden in unseren Systemen als 'gehört zum Internationalen Roten Kreuz' und all diesen Organisationen identifiziert. Aber trotzdem, anstatt diese Telefonnummern zu blockieren, machten wir weiter, um sie auszuhorchen."
Sowohl Kinne, als auch Faulk sagten, ihre Militärkommandeure erteilten Nachfragen über das Abhören privater Gespräche zwischen zwei Amerikanern eine Abfuhr: "Es war wie immmer, wissen Sie, dass Dein Job nicht darin besteht, Fragen zu stellen. Dein Job ist es die Informationen einzusammeln und weiterzugeben."
David Murfee Faulk:
"Nach Hause in die Staaten telefonieren, um mit ihren Ehepartnern, manchmal ihren Freundinnen zu sprechen, manchmal alle aufeinanderfolgenden Anrufe."
Faulk sagte, er und andere in seiner Abteilung der NSA Einrichtung in Fort Gordon tauschten routinemäßig anzügliche oder spannende Telefongespräche untereinander aus, die von ihnen abgefangen wurden. "Hey, hör Dir das an" wurde Faulk aufgefordert, "das ist guter Telefonsex" oder "da ist ein wenig Bettgeflüster, greif Dir den Anruf, ist wirklich spaßig, zieh in Dir mal rein."
Die beiden Whistleblower hatten immer mehr Bedenken und Gewissenbisse über die tatsächliche Natur ihres Auftrags bekommen und sich für das neue Buch "The Shadow Factory" von James Bamford über die NSA zur Verfügung gestellt, das nächste Woche in den USA erscheint."Das waren wirklich nur alltägliche, durchschnittliche, normale Amerikaner, die sich zufällig im Mittleren Osten aufhielten, in unserem Abhörbereich und diese Telefongespräche mit ihren Satellitentelefonen führten."
Der Inhalt der abgehörten Gespräche drehte sich um "persönliche, private Dinge mit Amerikanern, die in keinster Art und Weise oder Ausprägung mit irgendetwas in Verbindung standen, das mit Terrorismus zu tun hatte."
Sie sagte, US-Militäroffiziere, amerikanische Journalisten und amerikanische Hilfskräfte wurden routinemäßig abgehört und "ausgenommen", während sie mit ihren Büros oder ihrem Zuhause in den USA sprachen. Zu den Hilfskräften gehörten u. a. Mitglieder des Internationalen Roten Kreuz und Ärzte ohne Grenzen: "Wir wussten, sie arbeiten für diese Hilfsorganisationen. Sie wurden in unseren Systemen als 'gehört zum Internationalen Roten Kreuz' und all diesen Organisationen identifiziert. Aber trotzdem, anstatt diese Telefonnummern zu blockieren, machten wir weiter, um sie auszuhorchen."
Sowohl Kinne, als auch Faulk sagten, ihre Militärkommandeure erteilten Nachfragen über das Abhören privater Gespräche zwischen zwei Amerikanern eine Abfuhr: "Es war wie immmer, wissen Sie, dass Dein Job nicht darin besteht, Fragen zu stellen. Dein Job ist es die Informationen einzusammeln und weiterzugeben."
David Murfee Faulk:
"Nach Hause in die Staaten telefonieren, um mit ihren Ehepartnern, manchmal ihren Freundinnen zu sprechen, manchmal alle aufeinanderfolgenden Anrufe."
Faulk sagte, er und andere in seiner Abteilung der NSA Einrichtung in Fort Gordon tauschten routinemäßig anzügliche oder spannende Telefongespräche untereinander aus, die von ihnen abgefangen wurden. "Hey, hör Dir das an" wurde Faulk aufgefordert, "das ist guter Telefonsex" oder "da ist ein wenig Bettgeflüster, greif Dir den Anruf, ist wirklich spaßig, zieh in Dir mal rein."
Neben dem auftauchenden Skrupel stellte Kinne in dem Interview trotz einzelner Erfolgs-Beifänge, die zum Beispiel zur Aufspürung improvisierter Bomben im Irak führten, die Sinnhaftigkeit und Effektivität von Staubsauger-Überwachung und breiter Rasterung wie zuletzt der Bericht des Nationalen Forschungsrates über Data Mining und Techniken zur Verhaltensüberwachung in Frage: "Durch das so weite Aufspannen des Netzes und das fortgesetzte Überwachen von Amerikanern und Hilfsorganisationen, ist es fast so, dass sie den Heuhaufen größer machen und es schwieriger ist, das Informationsteilchen zu finden, das eigentlich für jemanden nützlich sein könnte. Man beschädigt wirklich unsere Möglichkeiten, unsere Nationale Sicherheit zu schützen."
Was mag wohl alles in den Abhörzentralen der deutschen Geheimdienste, Polizeiämter und Fernmeldeeinheiten der Bundeswehr abgehen oder auch in den Schaltzentralen der großen Telekom-unikationsanbieter. Ob in den USA oder in Deutschland hört man dazu von Vertretern der Behörden, Konzerne und Sicherheitspolitik immer die gleichen heruntergeleierten Versprechen und Lügen, dass alles nach Recht und Gesetz vor sich geht, kontrolliert und rechtsstaatlich – bis zum nächsten Datenverlust, Datenschutzskandal oder Enthüllungsbericht.
Via:
Glenn Greenwald - Major shock: Eavesdropping powers abused without oversight (den "Schock" kaufe ich ihm aber nicht ab, der dürfte auch nichts anderes erwartet haben)
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 9. Oktober 2008 um 21:16

