Tdor, der UDP Onion Router
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Alexander berichtet im Beitrag The Datagram Onion Router über die Entwicklung des "Tdor" durch den Studenten Camilo Viecco an der Indiana Universität. Der Tdor ist wie Tor, der "TCP Onion Router" ein Onion Router System zur Anonymisierung, das aber im Gegensatz zu Tor nicht auf dem verbindungsorierentierten, zuverlässigen Transmission Control Protokoll (TCP) basiert, sondern dem verbindungslosen, nicht-zuverlässigen User Datagramm Protokoll (UDP).
UDP wird für Anwendungen bevorzugt, bei denen man während des Transports verlorengehende Datenpakete in Kauf nehmen kann und sich der komplexere Aufbau der TCP/IP Datenpakete, die gegenseitigen Nachrichten und Signale während des Aufbaus und der Existenz einer Verbindung bei TCP als störend auswirkt, wobei die "Störung" aus Zeitverzögerungen besteht, die für den Anwender als Unterbrechungen und "Ruckeln" der Internetanwendung in Erscheinung tritt. Das Anonymisierungssystem I2P verwendet zum Beispiel ebenfalls UDP für die Verbindungen zwischen den Knoten im Netzwerk, der I2P "Proxy" kann aber auch eingehende TCP Pakete entgegennehmen, wenn man I2P entsprechend einstellt.
Neben dem Überladen des Tor Netzwerks mit Daten der Filesharing-Nutzung kann die Verwendung von TCP auch ein Grund sein, warum es mit Tor auch mal "ruckeln" kann und ein Grund, warum ich mir gerade wieder eine kleine "paysafecrad" für JonDonym gekauft habe, das ich immer ergänzend zu Tor einsetze, wenn ich es im WWW eilig habe und über Tor die Daten wieder tröpfeln. Im Tor Projekt wurde deshalb schon öfters diskutiert und angekündigt, neben TCP UDP zu integrieren.
Der Tdor Datagramm Onion Router ist, wie Alexander schreibt, der erste Ansatz, um mit UDP die Wartezeiten in Onion Router basierten Anonymierungsdiensten zu verbessern. Tdor kann bereits unter unixoiden Betriebssystemen kompiliert und eingesetzt werden, ist aber in einem frühen Experimentierstadium und noch weniger für den produktiven Einsatz gedacht als Tor. Das Tdor Netz besteht zur Zeit auch nur aus sechs Tdor Knoten. In der man Page von Tdor schreibt der Entwickler deshalb: "Tdor is eine Machbarkeitsnachweis für einen Datagramm basierten Onion Router. Das Ziel ist die Bereitstellung ausgewogenerer Transportmechanismen für Onion Router als in Implementationen wie Tor." Ob sich aus Tdor eine eigene Onion Router Umsetzung ergibt oder die Anregungen, Funktionen und der Code von Tdor in Tor integriert werden, wird sich zeigen. Ich denke, wir werden dazu vom Tor Projekt noch einiges vernehmen.
Alexander kann jedenfalls berichten, dass die Tdor Version, die er testete, verwendbar und ziemlich schnell ist und er keinen Unterschied zwischen normalen und Tdor-basierten Internetverbindungen feststellen konnte. Wer Tdor selbst testen und unterstützen kann, sollte es tun.
UDP wird für Anwendungen bevorzugt, bei denen man während des Transports verlorengehende Datenpakete in Kauf nehmen kann und sich der komplexere Aufbau der TCP/IP Datenpakete, die gegenseitigen Nachrichten und Signale während des Aufbaus und der Existenz einer Verbindung bei TCP als störend auswirkt, wobei die "Störung" aus Zeitverzögerungen besteht, die für den Anwender als Unterbrechungen und "Ruckeln" der Internetanwendung in Erscheinung tritt. Das Anonymisierungssystem I2P verwendet zum Beispiel ebenfalls UDP für die Verbindungen zwischen den Knoten im Netzwerk, der I2P "Proxy" kann aber auch eingehende TCP Pakete entgegennehmen, wenn man I2P entsprechend einstellt.
Neben dem Überladen des Tor Netzwerks mit Daten der Filesharing-Nutzung kann die Verwendung von TCP auch ein Grund sein, warum es mit Tor auch mal "ruckeln" kann und ein Grund, warum ich mir gerade wieder eine kleine "paysafecrad" für JonDonym gekauft habe, das ich immer ergänzend zu Tor einsetze, wenn ich es im WWW eilig habe und über Tor die Daten wieder tröpfeln. Im Tor Projekt wurde deshalb schon öfters diskutiert und angekündigt, neben TCP UDP zu integrieren.
Der Tdor Datagramm Onion Router ist, wie Alexander schreibt, der erste Ansatz, um mit UDP die Wartezeiten in Onion Router basierten Anonymierungsdiensten zu verbessern. Tdor kann bereits unter unixoiden Betriebssystemen kompiliert und eingesetzt werden, ist aber in einem frühen Experimentierstadium und noch weniger für den produktiven Einsatz gedacht als Tor. Das Tdor Netz besteht zur Zeit auch nur aus sechs Tdor Knoten. In der man Page von Tdor schreibt der Entwickler deshalb: "Tdor is eine Machbarkeitsnachweis für einen Datagramm basierten Onion Router. Das Ziel ist die Bereitstellung ausgewogenerer Transportmechanismen für Onion Router als in Implementationen wie Tor." Ob sich aus Tdor eine eigene Onion Router Umsetzung ergibt oder die Anregungen, Funktionen und der Code von Tdor in Tor integriert werden, wird sich zeigen. Ich denke, wir werden dazu vom Tor Projekt noch einiges vernehmen.
Alexander kann jedenfalls berichten, dass die Tdor Version, die er testete, verwendbar und ziemlich schnell ist und er keinen Unterschied zwischen normalen und Tdor-basierten Internetverbindungen feststellen konnte. Wer Tdor selbst testen und unterstützen kann, sollte es tun.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 10:53

