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Allerlei

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SOCKS-Wrapper, Tor und Remailer

Seit Service Pack 3 für Windows XP funktionierten (bei mir – wie es bei anderen Usern ausschaut, weiß ich nicht) die verschiedenen SocksCap Versionen nicht mehr, die im Netz umlaufen. SocksCap stammt ursprünglich von NEC, bei denen das SOCKS 4 Protokoll auch entwickelt wurde, dann erfolgte der Verkauf an Permeo und der Weiterverkauf an Blue Coat, die es in ihre Proxyprodukte integrierten, die man kaufen muss.

SocksCap ist eine, eigentlich die originäre SOCKS-Wrapper Anwendung für Windows, um Verbindungen von Internetanwendungen, die keine Schnittstelle zur Nutzung von SOCKS-Proxys aufweisen, abzufangen und an einen SOCKS-Proxy bzw. Server umzuleiten. Braucht man fast nie für die Anonymisierung über Tor, der auf SOCKS basiert, da mittlerweile die meisten Internetanwendungen unter Windows SOCKS direkt unterstützen. Braucht man aber für Stunnel, um verschlüsselte SSL / TLS Tunnel durch Tor zu leiten. Das braucht man wiederum, wenn man als Remailer Programm Quicksiler nutzt und verschlüsselte Verbindungen zu Remailern aufnehmen will, da Quicksilver kein SSL / TLS eingebaut hat und Tor nur in Teilen unterstüzt.

Die übrigen SOCKS-Programme und -Wrapper unter Windows, die mir zum Test auf die Platte kamen, versagten alle ihren Dienst für den obigen Zweck. Dann habe ich es mit der SOCKS Anwendnung von Hummingbird versucht.
Hummingbird Socks

Tor als "SOCKS Server" im Konfigurationsassistent.

Hummingbird Socks

Stunnel als "Modul" im Konfigurationsassistent.
Für den Download muss man sich anmelden. Wer damit Probleme hat, kann mit speziellen E-Mail Adressen und einer anderen Identität die gwünschten Daten liefern, was ja auch für andere Formulare gilt. Für die Anmeldung bekommt man einen kostenlosen SOCKS-Wrapper, der ohne Tricks wie bei SocksCap ohne Zeitlimit funktioniert und auch noch neben Stunnel mit Tor harmoniert.

Das Ding hat ein paar Haken: 1. Hummingbirds SOCKS 5 versteht Tor nicht, Tors SOCKS 4A hat es nicht, bleibt also nur SOCKS 4. Das damit einhergehende "Problem" direkter Namensauflösungen statt Namensauflösung über den SOCKS-Proxy (Tor) stellt aber kein Problem dar, wenn man sowieso die Namensauflösung über TorDNS -> Tor abwickelt. 2. Hummingbirds Socks gräbt sich so tief ein, dass automatisch alle Internetverbindungen "socksifiziert" werden. Also auch für Internetanwendungen, wo das nicht erwünscht oder unnötig ist. Wer aber immer alle Verbindungen automatisch über Tor laufen lassen will, braucht sich wohl bei keiner Internetanwendung mehr Gedanken machen, denn Hummingbird fängt's ab ;-) Wer das nicht will, kann oder muss das "Modul" (sprich ∗.exe, ∗.dll) der Internetanwendung, das "socksifiziert" werden soll, extra angeben und dafür alle anderen "Module", für die das nicht gelten soll, manuell in eine Liste eintragen oder Verbindungen als "direkt" ausschließen.

Das ist mal wieder alles unheimlich kompliziert und technisch, wird aber anders aufbereitet nochmals in der kommenden Remailer Anleitung auftauchen, die ich bis Ende 2008 fertig haben will. Unter Linux hat man es einfacher und mehr Möglichkeiten, alles zu realisieren, aber es geht darum, wie man's unter Windows machen kann. Bestes Beispiel ist der heutige Hinweis auf den Torsocks Socks-Wrapper für Linux auf der Tor Mailingliste, der alle Patches für tsocks und ein paar Verbesserungen integriert.

Jabber, Tor, OpenPGP, OTR und die VDS

Der Anonymisierung dient auch meine schrittweise Rückkehr zum jabber.ccc.de Jabber Server. Der swissjabber.ch Jabber Server, den ich ebenfalls nutzte, ist zwar auch ein guter Jabber Server, verbindet man sich aber über Tor, gab es bei diesem Jabber Server für mich zu viele Verbindungsunterbrechungen – auch während laufender Chats, die ich bei jabber.ccc.de nicht beobachten konnte. Jabber Verbindungen sind zwar nicht in der EU-Richtlinie und im Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung aufgeführt und demnach Jabber Server von der Vorratsdatenspeicherung ausgeschlossen, aber ich will, dass die Nutzung eines Anonymisierungsdienstes funktioniert.

Mehr mit Verschlüsselung hat es auf sich, dass ich nun statt OpenPGP die OTR Verschlüsselung nutze, auch wenn ich kein Fan von OTR bin. Dafür gibt es zwei Gründe: 1. Immer weniger Kontakte nutzen – wenn überhaupt – Clients, die OpenPGP jabberkonform unterstützen oder OpenPGP an sich. Dafür setzt sich OTR immer mehr durch. 2. Jabber Server machen (u. U.) Probleme bei der OpenPGP Nutzung, dies umso mehr, je länger die eingesetzten GnuPG Schlüssel sind. Mit OTR gibt es keine Probleme.

GIMP, IrfanView, ImageMagick, Exif und CC

Unter Windows nutze ich für die Bild- und Fotobearbeitung gerne und oft GIMP und IrfanView. Demnächst will ich alle Fotos in der Galerie und die auf der Platte dümpelnde Fotos überarbeiten und anders abspeichern. Die Batchfunktionen sind dafür bei IrfanView ganz nett – die benutze ich zum Beispiel für Bilderfolgen wie hier. Mit GIMP kann man das wohl auch mit Skripten, aber die finde und schreibe man erst.

Mir kam wieder ImageMagick in den Sinn, das bei Serendipity zur Skalierung benutzt wird und dessen convert Anwendung auch in der Serendipity Konfiguration auftaucht. Außerdem kannte ich das noch unter Linux und prächtig ausprobieren, spielen kann man mit ImageMagick allemal. Eigentlich sollte oder kann man einem einzelnen Foto seine ganze Aufmerksamkeit widmen, aber für eine "Knips-Galerie" möchte ich es einfach haben und Vieles in einem Rutsch machen können. Aus dem Dickicht der ImageMagick Operatoren, Optionen, Tests mit ein paar Bildern und Seiten wie Sharpening using Image Magick habe ich mir ein erstes ImageMagick Kommando zusammengebastelt, besser gesagt zusammengereimt, das mir in einer Batchdatei alle JPEGs in einem Verzeichnis bearbeitet: mogrify -path LW:\output -monitor -compress jpeg -interlace line -comment "(CC) BY-SA Kai Raven" -quality 85 -density 72 -resample 100 -filter Sinc -resize 640x -sampling-factor 1x1,1x1,1x1 -unsharp 0.66x0.5+1.0+0.0.

Das ist und wird nicht der Weisheit letzter Schluß sein, ich will ja noch weiter spielen, aber vielleicht gibt es noch Ideen und Anregungen von ImageMagick Nutzern, was man sonst noch benötigt und machen kann. Zur Creative Commons Lizenzgeschichte gibt es noch die informative Seite Commons:Manipulation von Metadaten, die auf den Gebrauch von exiftool eingeht, das ich mir neben der ExifToolGui installiert habe, um Lizenzangaben nicht nur als JPEG Kommentar zu speichern. Für die Windowsversion von GIMP tauchte übrigens gestern in der GIMP Plugin Registry das Exif Viewer Plugin auf, das mit meiner GIMP 2.6.0 Version läuft.

Dies und Das

Tja – und wenn ich nicht am Rechner bin, um etwas zu bearbeiten oder auszuprobieren, auch nicht draußen in der Realwelt im Meatspace, dann lese ich u. a. gerade Hawthornes "Haus mit den sieben Giebeln". Deshalb gilt für mich in Zukunft an den Wochenenden Blog-Enthaltsamkeit, auch wenn ich mir heute selbst widerspreche ;-)
von ravenhorst - Owl, gepostet am Sonntag, 26. Oktober 2008 um 16:14
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