Das Memo zu der Rasterfahnung bei der Deutschen Bahn
Die Affäre um die private Rasterfahndung von 173.000 Mitarbeitern der Deutschen Bahn geht weiter. Aus anonymer Quelle wurde uns nun das passende Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten zugeschickt, aus dem im Moment viele Medien berichten. Wir stellen es mal zur allgemeinen Begutachtung online (PDF):
Gespräch mit der Deutschen Bahn AG über die Geschäftsbeziehungen des 
Unternehmens mit der Network Deutschland GmbH am 28. Oktober 2008
Teilnehmer:
Herr Dr. Bähr - Leiter Konzernrevision
Herr Wabnitz - Mitarbeiter Revision
Herr Dr. Sack - Konzerndatenschutzbeauftragter
Herr Holzapfel - BlnBDI
Frau Saager - BlnBDI
Herr Hinc - Referendar beim BlnBDI
Da gibts dann Punkte wie diesen:
4. Wie kam der Geschäftskontakt zur Network Deutschland GmbH 1998 zustande?
Der Kontakt zur Network Deutschland GmbH kam im Rahmen eines Seminars zustande, in welchem Herr Großmann, der Vorgänger von Herrn Dr. Bähr, Herrn Krause von der Network Deutschland GmbH kennen lernte. Hauptgrund für den Beginn der Zusammenarbeit waren die internationalen Kontakte und Möglichkeiten der Network Deutschland GmbH (s. o.). Bei dem ersten Auftrag ging es um die Prüfung des Verfahrens bei der Vergabe eines Neuauftrags für den Bau eines Schiffes. Hier bestand der Verdacht auf Manipulationen.
Passend dazu auch:
Zeit-Online: Mehdorns Jagd nach Maulwürfen.
Ein interner Bericht zeigt, mit welcher Vehemenz die Bahn schnüffelte. Und er legt die Vermutung nahe, dass es dabei nicht nur um Korruption ging.
Futurezone: Politiker: DB wollte Kritiker einschüchtern.
Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Horst Friedrich, sagte dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”, es deute “sehr vieles darauf hin, dass die Korruptionsbekämpfung nicht das einzige Ziel der Bahn war”. Auch Winfried Hermann von den Grünen vermutet, dass es “bei der Aktion auch darum ging, herauszufinden, wer Informationen aus der Bahn weitergegeben hat, beispielsweise an Kritiker des Konzerns”.

