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Die Daten-Skandälchen des Tages

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Heute war mal wieder ein Tag der vielen Daten-Skandälchen, wenn man sich in der Medienlandschaft herumschaut. Dauer-Brenner Deutsche Telekom schaffte es mit einer Überraschung. Nicht nur Bankdaten und Verbindungsdaten wurden überwacht, es gab auch Dossiers über das Sexleben. Das berichtet das Handelsblatt: Telekom: Telefondaten, Konten – Sex. Und das liest sich dann so:

“Maya (Name geändert) steht im Ruf, im Bett eine sehr erfahrene und erfindungsreiche Sexpartnerin zu sein”, heißt es in einem Bericht mit dem Aufdruck “Konzernsicherheit Personalscreening” vom 22. April 2004. Seitenweise wird über die Managerin eines kroatischen Telekomunternehmens berichtet, welche Liebhaber sie hatte und über ihren “vorzüglichen Umgang mit älteren Männern”. Sogar der Ruf ihrer Schwester als “aktive Vertreterin der freien Liebe” fand Eingang in die Telekom-Akten. Über die Frau selbst heißt es blumig: “In ihrem persönlichen Umfeld wird sie als weibliches Raubtier mit einem erheblich erhöhten Sexbedürfnis beschrieben.”

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Billig-Textilkette KIK, denn die haben einfach mal über die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mehrfach Informationen über die Verschuldung seiner Mitarbeiter eingeholt.

Demnach fragt die Kik-Personalabteilung “viermal jährlich, und zwar im März, im Juni, September und Dezember” Daten wie die Kreditwürdigkeit der Belegschaft bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ab. Über die Ergebnisse solcher Anfragen hätten die Kik-Verkaufs- und Bezirksleiter “automatisch im Folgemonat eine Auswertung” mit allen Mitarbeitern erhalten, für die ein negativer Eintrag vorliege.

Die HSH Nordbank hat bekannterweise einige Probleme mit Spekulationen. Ein wenig Einblick in das anscheinend chaotische Innenleben bietet eine Story, die das Abendblatt beschreibt: Kontodaten monatelang an Privatperson gemailt. Ein Pressefotograf bekam regelmässig Mails mit sensiblen Bankkundendaten zugeschickt. Beschweren brachte nichts, es fühlte sich niemand zuständig und ihm wurde nur gesagt, dass wenn die Mails nicht für ihn bestimmt seien, er diese auch nicht lesen dürfte. Das bringt jetzt schlechte Presse.

Die Informationen sollten eigentlich die Deutsche Wertpapierservice-Bank erreichen und enthielten sowohl die Namen als auch die Guthaben von Bankkunden.

von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Mittwoch, 20. Mai 2009 um 22:40
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