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Tragbare Kameras und andere nützliche Kleidung

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Die Polizei in Lisburn, Nordirland hat jetzt Kameras bekommen, die am Mann bzw. der Frau getragen wird. Body-cams for Lisburn Police. Die Hoffnungen sind immer die gleichen – es bleibt die Frage, ob im Zweifel das Material nicht mal wieder “unauffindbar” wird – wenn das Aufgezeichnete kein gutes Licht auf die Polizei werfen würde

Chief Inspector Moore said that by wearing the cameras, it is hoped to deter people from committing crime in the first place but will also be an effective tool to bring the scene of an incident into the courtroom. He said courts will be able see and hear the incident through the eyes and ears of the officer at the scene to help provide an accurate account of the actions of the accused.

Davon einmal abgesehen setzt sich damit ein Trend fort, der als unbiquitous computing bereits seit einiger Zeit seine Schatten wirft. DEr Mensch nicht nur als Nutzer sondern Träger und direkter Bestandteil von Computern und ihren Netzwerken. So gibt es auf RFID-Basis eine Jacke die den Arbeiten bei ihren Tätigkeiten helfen soll (dradio.de, 18.7.2009). Die Uni Bremen ist hier mit der Entwicklung beschäftigt.

“In erster Linie geht es um die Ortung der Fahrzeuge”, erläutert Damian Mrugala vom IMSAS (…..) Die Fahrzeuge werden bereits nach der Fertigung mit passiven RFID-Tags versehen, auf denen sämtliche Fahrzeug- und Transportinformationen gespeichert sind. Am Terminal des Lagerverwaltungsgeländes werden diese mit einem RFID-Lesegerät identifiziert. Zukünftig sollen die Hafenarbeiter Jacken tragen, die mit einem Reader ausgestattet sind. Jedes Fahrzeug wird vom Personal an eine bestimmte Stellplatzfläche befördert. Über ein Kommunikationsmodul wird via GPRS-Technologie eine Datenübertragung zu einem Softwareagenten auf einer Hauptrecheneinheit ermöglicht, der Arbeitsaufträge verwaltet und der Jacke neue Aufträge mitteilt….. (RFID im Blick, 29.7.2009)

Das klingt plausibel, aber ich kann mir in beiden Fällen eine Menge offener Fragen aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht vorstellen…. nicht zuletzt arbeitsrechtliche Überlegungen der Überwachung am Arbeitsplatz, der Datensicherheit und im Falle der Polzei, des Rechtes am eigenen Bild, denn die Kamera filmt ja alles, was der Polizist sieht, auch was gar nicht relevant für seine Arbeit ist – allerdings ist das Verständnis dafür im Vereinigten Königreich ein anderes als hierzulande…

von Surveillance Studies, gepostet am Montag, 3. August 2009 um 12:18
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