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Heuchelei bei StreetView

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Dieselben Politiker, die sich derzeit als Datensheriffs feiern und vor ihren Häusern als Gegner von "Street View" ablichten lassen, haben offenbar nichts dagegen, wenn öffentliche Stellen Luftbilder machen und sie der Wirtschaft zum Ausschlachten, zum Beispiel für das Geoscoring oder Solarkataster, zur Verfügung stellen.

Beispiel: [D]as Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg bietet mikrogeografische Auswertungen des Fahrzeugregisters gegen Kostenerstattung an. Dabei werden jeweils rund 20 Haushalte zusammengefasst, über die das KBA verrät, welche Automarken sie fahren, wie viele Neu- und Gebrauchtwagen vorhanden sind und wie viel PS die haben. Genutzt wird das unter anderem, um Streuverluste bei Werbeaktionen zu vermeiden - aber auch, um das sogenannte Geoscoring zu verfeinern. Dabei wird die Kaufkraft und die Zahlungsfähigkeit von Bürgern nach Wohnort gewichtet.
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//beschattung-von-oben.html

Wir brauchen offene Geodaten, nicht die Vermarktung öffentlicher Geodaten und die scheinheilige Empörung über Google-Streetview!

http://archiv.twoday.net/search?q=streetview
von Archivalia : Rubrik:Datenschutz, gepostet am Sonntag, 22. August 2010 um 20:38
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