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Geschwätzige Facebook-Apps

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Von den zehn beliebtesten Facebook-Apps übertragen zehn die User-ID des Nutzers an Datensammel-Server außerhalb von Facebook. Drei, darunter Farmville (59 Millionen Nutzer) übertragen direkt noch Informationen über den Freundeskreis des Nutzers mit. Das wird besonders diejenigen unter den Freunden freuen, die die App gar nicht nutzen.

Das berichtet das Wallstreet-Journal (WSJ) im Rahmen seiner Privacy-Reihe “What they know“. Die User-IDs ermöglichen das Aufrufen der Facebook-Seite der jeweiligen Person (und somit das Herausfinden des Namens). Bei etwas großzügigeren Privacy-Einstellungen lässt sich noch mehr abschöpfen.

Insgesamt machte das WSJ 25 Firmen aus, an die die Daten weiterverkauft werden. Die meisten davon sind darauf spezialisiert, Nutzerprofile über das Online-Verhalten anzulegen. Die eifrigste dieser Firmen ist RapLeaf, wo man über eine große Nutzerdatenbank verfügt, die auch Facebook-IDs enthält. Als Reaktion auf den WSJ-Artikel findet sich bei Rapleaf eine ziemlich obskure Rechtfertigung, die Daten seien ‘versehentlich’ über HTTP-Referrrer mit übertragen worden. Wie sie dann noch versehentlich gespeichert, verarbeitet und am mindestens 12 Firmen weiterverkauft wurden, wird aber nicht erklärt.

Facebooks Entwickler-AGBs verbieten solche Praxis natürlich – klar, die Daten sind Facebooks wichtigstes Kapital, die lassen sie sich natürlich nicht gerne absaugen. Aktuell sind wohl “mehrere” Apps von Facebook wegen AGB-Verstößen deaktiviert worden.

von netzpolitik.org Datenschutz, gepostet am Montag, 18. Oktober 2010 um 11:54
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