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Die Gefahr von Videoplattformen für Demonstranten

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In letzter Zeit wurde ja viel Kritik an Facebooks Klarnamen-Regelung geübt. Sam Gregory hat auf ein ganz anderes Problem aufmerksam gemacht: Die Videoportale, bei denen Aufnahmen von den Demonstrationen veröffentlicht wurden.

Die Veröffentlichung der Videos kann natürlich zur Gefahr für gefilmte Aufständische werden, wenn man sie identifiziert.

Er leitet daraus Handlungsempfehlungen für Videoplattformen ab, um diese Problem zu begegnen:

1. Die AGBs & Inhalts-Richtlinien mit einer spezifischen Kategorie “Menschenrechte” versehen.

  • Inhaltskategorie “Menschenrechte” erstellen, und spezielle Regeln und Prozeduren für deren Inhalt anwenden, insbesondere hinsichtlich Löschanträgen und Anonymität.

2. Tools für “visial privacy”:

  • automatische Entfernung von geolocation, Zeit und EXIF-Daten
  • “privacy by design” & “privacy by default”.
  • Tools zum einfachen Unkenntlichmachen von Gesichtern

3. Bereiche fürs Kuratieren und Diskutieren von Inhalten unter Menschenrechtsperspektive schaffen

  • Erfahrenes Personal als Kuratoren
  • Löschanfragen und ähnliche Angriffe transparent diskutieren
  • Änderungen ankündigen und Hervorheben, wenn sie mit Menschenrechten oder Verletzungen der Privatsphäre zu tun haben

Ich glaube nicht unbedingt, dass eine Umsetzung dieser Forderungen in naher Zukunft realistisch ist. Allerdings ist es sicherlich nicht verkehrt, die Sensibilität für solche Fragen zu erhöhen. Während es sich bei Photos von Demonstrationen teilweise schon ganz gut durchgesetzt hat, Gesichter unkenntlich zu machen, ist das bei Videos natürlich nicht ganz so schnell und einfach erledigt.

Könnte auch eine Idee für eine Open-Source Software sein: Gesichtserkennung und -entfernung.

Sam Gregory kommt übrigens dieses Jahr auch zur re:publica.

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von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Freitag, 25. Februar 2011 um 13:02
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