calendar
« Jun12345678910111213141516171819202122232425262728293031 Aug »

5 vor 7: GooglePlus, Facebook und der Datzenschutz

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Kai Biermann hat Google+ und Facebook verglichen. Beim Test der beiden Netzwerke kommt er zu einem eindeutigen Ergebnis:

“Geht es um Transparenz, Kontrolle und Bedienbarkeit der Privatsphäre, ist Google+ daher der klare Sieger.”

# Privatsphäre: Google+ vs. Facebook (Zeit Online)

Angelika Slavik dürfte das anders sehen. In der Süddeutschen beschäftigt sie sich mit einer “Super-Datenbank” für Werbekunden, in der Google Nutzerdaten sammelt. In einer früheren Version des Artikels war wohl auch vom Verkauf von Nutzerdaten zu lesen.

Tatsächlich scheint es bei dem intern “DDP” genannten Projekt aber wohl “nur” um behavorial targeting zu gehen. Also um gezielte Werbeeinblendungen nach Interessensgebieten. Anja Janotta schreibt bei WuV:

Unter dem Namen “DDP” (Dynamic Document Packages) plant er eine Plattform zum Kauf und Verkauf von Daten. Ziel sei es, schreibt AdAge damit Online-Werbung zielgruppengenau schalten zu können.

D.h. der Kunde kauft keine “Kundendaten” im eigentlichen Sinne, sondern Nutzungsstatistiken und/oder Werbung innerhalb einer – von Google ausdifferenzierten – Zielgruppe.

# Google plant die Super-Datenbank (Süddeutsche)
# Google plant Werbedatenbank (WuV)

Beim nächsten Aufreger schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Ich verstehe, dass es Menschen gibt, für die auf Grund spezieller Interessen, ihres Backgrounds oder aus anderen nachvollziehbaren Gründen nur eine anonyme Nutzung sozialer Netzwerke in Frage kommt. Kein Problem.

Gleichzeitig verstehe ich, dass es Menschen gibt, die in ihrem persönlichen Netzwerk gerne wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben. Google löst das Problem bisher mehr oder weniger salomonisch. Google-Sprecher Stefan Keuchel antwortete bereits am Dienstag auf eine Frage von Christian Sickendieck (fixmbr):

Um G+ nutzen zu können bitten wir um einen Vor- und einen Nachnahmen. Das sind die “Spielregeln” auf die sich ein Nutzer einlassen muss. Aber: Niemand verlangt einen Identitätsnachweis. Die von Dir beschriebenen Menschen die auf Anonymität angewiesen sind, werden G+ sicher mit einem entsprechenden Namen nutzen. Mehr Infos zu “Your Name and Google Profiles” findest Du hier: http://goo.gl/lCx5b

Freilich hält das Google nicht davon ab, Profile zu sperren, die offenkundig pseudonym genutzt werden. Heute hat es u.a. Enno Park erwischt. Und Sieckendieck legt nach …

# Google+ schmeißt Nutzer wegen Pseudonym raus (Spiegel Online)
# Quo vadis Google? (Christian Sickendieck)

flattr this!

von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Freitag, 15. Juli 2011 um 18:58
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: