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ULD an Webseitenbetreiber: “Facebook-Reichweitenanalyse abschalten”

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Das Unabhängige Datenschutzzentrum Schleswig Holstein warnt Webseitenbetreiber vor Social Plugins von Facebook & Co, weil diese gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen. Webseitenbetreiber aus Schleswig-Holstein werden aufgefordert, die “Datenweitergabe über ihre Nutzenden an Facebook in die USA einzustellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren”.

Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht. Es erfolgt keine hinreichende Information der betroffenen Nutzerinnen und Nutzer; diesen wird kein Wahlrecht zugestanden; die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen.

Gedroht wird bei öffentlichen Stellen mit Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen mit Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie mit Bußgeldverfahren. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

Apropos, bevor jetzt wieder Kommentatoren die Mitarbeiter vom ULD verbal lynchen wollen: Die Gesetze werden von anderen gemacht. Die Datenschützer kümmern sich um die Einhaltung.

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von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Freitag, 19. August 2011 um 9:57
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:

ULD an Webseitenbetreiber: “Facebook-Reichweitenanalyse abschalten”

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Wer einmal bei Facebook war oder ein Plugin genutzt hat, der muss davon ausgehen, dass er von dem Unternehmen zwei Jahre lang getrackt wird. Bei Facebook wird eine umfassende persönliche, bei Mitgliedern sogar eine personifizierte Profilbildung vorgenommen. Diese Abläufe verstoßen gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht. Es erfolgt keine hinreichende Information der betroffenen Nutzerinnen und Nutzer; diesen wird kein Wahlrecht zugestanden; die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen.

Gedroht wird bei öffentlichen Stellen mit Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen mit Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie mit Bußgeldverfahren. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

Apropos, bevor jetzt wieder Kommentatoren die Mitarbeiter vom ULD verbal lynchen wollen: Die Gesetze werden von anderen gemacht. Die Datenschützer kümmern sich um die Einhaltung.

von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am um 9:57
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