calendar
« Mai123456789101112131415161718192021222324252627282930 Jul »

Kleine Lektion über den Nutzen von Anonymität

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Das Musikportal last.fm hat gemeinsam mit einigen anderen Plattformen jüngst eine praktische Lektion über den Nutzen von anonymen Accounts geliefert: Nachdem offenbar die Passwort-Datenbank von Dritten kopiert werden konnte, sind die vergleichsweise unsicher gespeicherten Passwörter durch die Angreifer wohl relativ leicht rekonstruierbar.

Hatte man sich nun mit seinem Klarnamen und seiner einen Standard-Mailadresse dort registriert, und verwendete man das Passwort auch anderenorts, ist es für die Angreifer ein Leichtes, sich auch in anderen Webanwendungen als dieser Nutzer einzuloggen. Damit kann man denkbar großen Schaden anrichten, von Rufschädigung bis hin zu finanziellen Diebstählen oder Kriminalisierung des (unwissenden) Nutzers durch Verlinken oder Zurverfügungstellen illegaler Inhalte in dessen Namen.

Nutzt man hingwegen ein Pseudonym für Accounts und eine Wegwerf- oder eine selten genutzte Mailadresse, dann ist auf einfache Weise schon einmal eine Grundsicherung eingebaut, die solchem Identitätsdiebstahl eine Hürde aufbaut. Zumindest hoffentlich solange, bis man verschiedene Passwörter für alle wichtigen Webanwendungen eingestellt hat.

Daran zeigt sich einmal mehr, daß die Forderung nach einer Klarnamenpflicht, wie sie beispielsweise Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) äußerte, ein Nichtverstehen des nicht mehr ganz so neuen Mediums nahelegt.

von Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings, gepostet am Sonntag, 10. Juni 2012 um 7:21
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: