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EU-Datenschutzbeauftragter warnt vor intelligenten Stromzählern

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

In einer Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB), zu Plänen der Europäischen Kommission intelligente Stromzähler in Europa einzuführen, warnt dieser vor den daraus resultierenden Datenschutzproblemen.

Intelligente Stromzähler könnten zwar durchaus nützlich sein um den Energieverbauch auf mögliche Energiesparpotentiale hin zu analysieren, es dürfte dabei allerdings nicht die Möglichkeiten zum massiven Sammeln von personenbezogenen Daten außer acht gelassen werden.

Diese Daten ermöglichen es das Verhalten der Mitglieder eines Haushalts auszuwerten: So kann beispielsweise festgestellt werden wann diese im Urlaub oder auf Arbeit sind und wie sie ihre Freizeit verbringen. Dabei kann aus den Daten auch herausgelesen werden zu welchen Zeiten sie welche Geräte nutzen: beispielsweise ein Babyphone oder spezielle medizinische Geräte. Diese Daten bieten ein riesiges Potential für Data-Mining, also der Auswertung der Daten und die anschließende Typisierung und Profilierung. Die Möglichkeiten reichen von Marketing bis Preisdirkriminierung durch Dritte.

Der EU-Datenschutzbeuftragte begrüßt angesichts dieser Gefahren, dass die EU-Kommission Hilfestellungen, insbesondere ein Muster für Datenschutzfolgeabschätzungen, für die Mitgliedsstaaten entwickeln möchte. Es sollten zusätzliche aber auch gesetzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Im Speziellen sei es notwendig Unternehmen zu verpflichten datenschutzfreundliche Technologien zu verwenden (Privacy by Design). Den Kunden sollten zusätzlich auch die Energieverbrauchsdaten und -statistiken und ihre individuellen Profile zugänglich gemacht werden. Außerdem sollen die Unternehmen die verwendeten Algorithmen zum Data-Mining offen legen. Ferner sei eine Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung und den Wahlmöglichkeiten betroffener Personen, einschließlich der Regelmäßigkeit von Zählerständen und eine Hilfestellung zum Thema Speicherfristen wichtig.

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von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Montag, 11. Juni 2012 um 18:59
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:

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In einer Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB), zu Plänen der Europäischen Kommission intelligente Stromzähler in Europa einzuführen, warnt dieser vor den daraus resultierenden Datenschutzproblemen.

Intelligente Stromzähler könnten zwar durchaus nützlich sein um den Energieverbauch auf mögliche Energiesparpotentiale hin zu analysieren, es dürfte dabei allerdings nicht die Möglichkeiten zum massiven Sammeln von personenbezogenen Daten außer acht gelassen werden.

Diese Daten ermöglichen es das Verhalten der Mitglieder eines Haushalts auszuwerten: So kann beispielsweise festgestellt werden wann diese im Urlaub oder auf Arbeit sind und wie sie ihre Freizeit verbringen. Dabei kann aus den Daten auch herausgelesen werden zu welchen Zeiten sie welche Geräte nutzen: beispielsweise ein Babyphone oder spezielle medizinische Geräte. Diese Daten bieten ein riesiges Potential für Data-Mining, also der Auswertung der Daten und die anschließende Typisierung und Profilierung. Die Möglichkeiten reichen von Marketing bis Preisdirkriminierung durch Dritte.

Der EU-Datenschutzbeuftragte begrüßt angesichts dieser Gefahren, dass die EU-Kommission Hilfestellungen, insbesondere ein Muster für Datenschutzfolgeabschätzungen, für die Mitgliedsstaaten entwickeln möchte. Es sollten zusätzliche aber auch gesetzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Im Speziellen sei es notwendig Unternehmen zu verpflichten datenschutzfreundliche Technologien zu verwenden (Privacy by Design). Den Kunden sollten zusätzlich auch die Energieverbrauchsdaten und -statistiken und ihre individuellen Profile zugänglich gemacht werden. Außerdem sollen die Unternehmen die verwendeten Algorithmen zum Data-Mining offen legen. Ferner sei eine Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung und den Wahlmöglichkeiten betroffener Personen, einschließlich der Regelmäßigkeit von Zählerständen und eine Hilfestellung zum Thema Speicherfristen wichtig.

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von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am um 18:59
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