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Norwegen: intelligente Strom- oder Schnüffelnetze?

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In vier Jahren soll jeder norwegische Haushalt mit einem intelligenten Stromzähler ausgestattet sein, berichtet die Taz. Diese messen laufend den Verbrauch der Haushalte und schicken ihn an die Netzgesellschaften. Die staatliche Netzagentur Statnett möchte die erhobenen Stromverbrauchsdaten nun in einer zentralen Datenbank für mehrere Jahre speichern. Die Daten könnten so besser analysiert, langjährige Verbrauchsmuster ermittelt und damit die Stromversorgung besser geplant werden. Der Branchenverband Energi Norge will die Daten mindestens zehn Jahre gespeichert wissen um aussagekräftige Konsummuster erstellen zu können.

Allerdings lässt sich mit den Daten nicht nur der Netzausbau, sowie die Stromversorgung besser planen, sondern auch viele Details des Lebens der Stromverbraucher offenlegen. Aus den Daten können beispielsweise die Lebensrythmen der Menschen herausgelesen werden: Wann sind sie zuhause? Wann gehen sie ins Bett? Wie lange schlafen sie? Wann schalten sie den Fernseher ein? Daten die für Versicherungen, Polizei, Geheimdienste, Finanzamt oder Kriminelle sehr interessant sein dürften. Die staatliche Energiebehörde NVE möchte das System daher freiwillig gestalten und die Stromverbrauchsdaten unter die Kontrolle der Nutzer stellen – wie dies genau aussehen soll ist noch unklar.

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von netzpolitik.org » Datenschutz, gepostet am Montag, 16. Juli 2012 um 19:58
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