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US-Gericht fordert iPhone-Hack von Apple

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Apple soll dem FBI eine Hintertür für das iPhone 5C eines Attentäters liefern. CC BY 2.0 via Flickr/Kārlis Dambrāns

Apple soll dem FBI eine Hintertür für das iPhone 5C eines Attentäters liefern.
CC BY 2.0 via Flickr/Kārlis Dambrāns

Ein US-Bundesgericht fordert von Apple, das iPhone 5C eines Attentäters von San Bernardino zu entsperren und die darauf verschlüsselt abgelegten Inhalte dem ermittelnden FBI zugänglich zu machen. Laut dem Urteil muss Apple eine angepasste Firmware entwickeln, die mehrere Sicherheitsfunktionen des mobilen Betriebssystems iOS aushebeln soll:

Apple’s reasonable technical assistance shall accomplish the following three important functions: (1) it will bypass or disable the auto-erase function whether or not it has been enabled; (2) it will enable the FBI to submit passcodes to the SUBJECT DEVICE for testing electronically via the physical device port, Bluetooth, Wi-Fi, or other protocol available on the SUBJECT and (3) it will ensure that when the FBI submits passcodes to the SUBJECT DEVICE, software running on the device will not purposefully introduce any additional delay between passcode attempts beyond what is incurred by Apple hardware.

Der Attentäter Syed F. hatte vergangenen Dezember mit seiner Frau in San Bernardino 14 Menschen erschossen. Die beiden starben anschließend in einem Feuergefecht mit der Polizei. Ob es sich um einen Terroranschlag handelt, bleibt vorläufig unklar.

In einem offenen Brief kündigte Apple-Chef Tim Cook Widerstand gegen das Urteil an und forderte eine öffentliche Debatte über staatlich verordnete Hintertüren, die die Sicherheit nicht nur der eigenen Kunden bedrohten. Die Anordnung schaffe einen „gefährlichen Präzedenzfall“, dessen Implikationen weit über das aktuelle Gerichtsverfahren reichen würden. Wer glaube, mit dem Hack eines einzigen iPhones sei die Angelegenheit erledigt, befinde sich im Irrtum:

The government suggests this tool could only be used once, on one phone. But that’s simply not true. Once created, the technique could be used over and over again, on any number of devices. In the physical world, it would be the equivalent of a master key, capable of opening hundreds of millions of locks — from restaurants and banks to stores and homes. No reasonable person would find that acceptable.

The government is asking Apple to hack our own users and undermine decades of security advancements that protect our customers — including tens of millions of American citizens — from sophisticated hackers and cybercriminals. The same engineers who built strong encryption into the iPhone to protect our users would, ironically, be ordered to weaken those protections and make our users less safe.

Apple positioniert sich bereits seit geraumer Zeit als Unternehmen, das den Datenschutz seiner Kunden besonders ernst nimmt – was natürlich leicht fällt, wenn das Geschäftsmodell auf dem Verkauf von Geräten basiert und nicht auf dem Sammeln und Verwerten von Kundendaten. Folgerichtig werden seit dem 2014 veröffentlichten iOS 8 sämtliche Inhalte auf mobilen Geräten verschlüsselt, sofern Nutzer einen PIN-Code beziehungsweise eine Passphrase gesetzt haben. Optional löscht das Betriebssystem nach zehn Fehleingaben die Daten. Zudem erhöht sich nach jedem Versuch der Zeitraum, in dem eine neuerliche Eingabe gestattet ist. Würde Apple die Vorgaben des Gerichts umsetzen und diese Sperren entfernen, wären schnelle Brute-Force-Attacken möglich, die etwa über die Lightning-Schnittstelle beliebig viele Variationen ausprobieren können, bis die richtige gefunden ist.

Cook betonte in dem Brief, dass das Unternehmen die Ablehnung der Forderung nicht leicht nehme, die US-Regierung jedoch eine Grenze überschritten habe. Man sei natürlich zur Zusammenarbeit bereit, aber nur bis zu einem gewissen Punkt:

Up to this point, we have done everything that is both within our power and within the law to help them [FBI, Anm. d. Red.]. But now the U.S. government has asked us for something we simply do not have, and something we consider too dangerous to create.

Gefordert ist zwar nur das Entsperren eines einzelnen iPhones, laut Tim Cook sei jedoch nicht kontrollierbar, dass die geforderte Hintertür ausschließlich für dieses eine Gerät funktioniert.

The FBI may use different words to describe this tool, but make no mistake: Building a version of iOS that bypasses security in this way would undeniably create a backdoor. And while the government may argue that its use would be limited to this case, there is no way to guarantee such control.

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von Datenschutz – netzpolitik.org, gepostet am Mittwoch, 17. Februar 2016 um 19:44
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