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Für Browser und als App: Neuer Tracking-Blocker von DuckDuckGo

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All rights reserved DuckDuckGo

Die Suchmaschine „DuckDuckGo“ hat ein neues Angebot für Nutzer von Firefox, Safari, Chrome sowie iOS und Android: eine Browser-Erweiterung respektive Browser-App, die Werbung blockiert und damit mehr Sicherheit und Privatsphäre bietet. Beide sind quelloffen bei Github verfügbar. Bei den besuchten Webseiten zeigte die Browser-Erweiterung an, wie die zu übertragenden Daten verschlüsselt werden und welche Tracker dort aktiv sind. Außerdem gibt eine Skala eine Privatsphäre-Einschätzung ab („Privacy Grade“).

Nach Angaben von DuckDuckGo finden sich Tracker beispielsweise von Google auf 76 Prozent von Webseiten, die von Facebook noch immerhin auf 24 Prozent. Für Menschen, die nicht ohnehin den ganzen Tag bei Facebook und Google eingeloggt sind, gibt es daher neben der Werbeblockierung noch zusätzliche Informationen über eingebettete Objekte in Webseiten („Embed Ads“), die sich zu Werbenetzwerken verbinden:

Our Privacy Protection will block all the hidden trackers we can find, exposing the major advertising networks tracking you over time, so that you can track who’s trying to track you.

(Unser Privatsphäreschutz wird alle versteckten Tracker blockieren, die wir finden können, und die großen Werbenetzwerke aufzeigen, die Dich über einen längeren Zeitraum verfolgen. So kannst Du nachvollziehen, wer Dich zu tracken versucht.)

Die App wiederum blockiert zusätzlich nervige Display-Werbung. Das neue Angebot von DuckDuckGo ist benutzerfreundlich und übersichtlich gestaltet. Außerdem ganz praktisch zur Datensicherheit: Es wird eine verschlüsselte Verbindung über https erzwungen, selbst dann, wenn man die Website zunächst unverschlüsselt über http aufruft.

Nicht nur gegen Tracking

DuckDuckGo verzichtet bekanntermaßen auf das Ausspionieren der eigenen Nutzer, zeichnet keine Suchanfragen auf und gibt auch keine Daten über die Anfragen an Dritte weiter. Allerdings wird Werbung eingeblendet, die jedoch nicht mit Tracking einhergeht. Natürlich kann man mit der neuen App auch weiterhin die Suchmaschine nutzen, ohne auf seine Privatsphäre zu verzichten.

Für das neue Angebot arbeitet die Suchmaschine mit dem Projekt „Terms of Service Didn’t Read“ zusammen, um Informationen zu den oft nur schwer durchschaubaren Nutzungsbedingungen zu geben. TOSDR, die eine eigene Browser-Erweiterung anbieten, liefern für DuckDuckGo die angeführten Werte der Privatsphäre-Skala. Der Fokus der Auswertung liegt allerdings nicht auf Europa. Daher können hiesige Nutzungs- und Datenweitergabebedingungen von denen in den Vereinigten Staaten abweichen.


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von Datenschutz – netzpolitik.org, gepostet am Mittwoch, 24. Januar 2018 um 15:47
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